Über uns

Am 15. April 1913 riefen sieben Männer (Lehrer Carl Döhler, Fritz Kastens, Enno Schierenbeck, Hermann Dohrmann, Hermann Wrede und Hermann Wehrs) den Männerturnverein T.V.S. Schmalförden ins Leben.

Das Gasthaus Kastens wurde zum Vereinslokal bestimmt.

Die Mitgliederbewegung

JahrAnzahl der Mitglieder
191353 Mitglieder
191970 Mitglieder
194664 Mitglieder
1949112 Mitglieder
1954258 Mitglieder
1960384 Mitglieder
1971417 Mitglieder
1980436 Mitglieder
1988600 Mitglieder
2000820 Mitglieder
2013700 Mitglieder
2022700 Mitglieder
2024684 Mitglieder
2025687 Mitglieder
2026700 Mitglieder

In den Jahren 1920 bis zum Kriegsende 1945 liegen keine genauen Zahlen vor, es wurden aber laufend neue Mitglieder aufgenommen.

Turnerinnen kommen in den Verein

Auf Veranlassung des Vorsitzenden Heinrich Görling waren 1925 Turnerinnen aus Sulingen in Schmalförden zu Gast. Noch am gleichen Abend wurde auch hier eine Turnerinnenriege gegründet.

Die Übungsbereiche der Turnerinnen umfassten das Barrenturnen, die Gymnastik (zuerst mit Keulen) und der Volkstanz. Bald kamen auch Wettbewerbe wie Lauf und Sprung dazu.

Mit viel Freude wurde in den folgenden Jahren dann Faustball gespielt. Zusammen mit dem Turnen und dem Jugendturnen sorgten die Frauen dafür, dass Schmalförden in den dreißiger Jahren zu einer Faustballhochburg wurde.

Im August 1932 stellte Turnwart Fredy Kasten eine stattliche Anzahl von Turnerinnen vor.

Vereinsname

1925, nach Aufnahme des Frauenturnens wurde der Name in „Turnverein TVS Schmalförden (Deutsche Turnerschaft) umgewandelt.

Bei Wiederaufnahme des Turnens nach dem zweiten Weltkrieg wurde am 30. Januar 1946 entsprechend der Vorschrift der Militärregierung der Vereinsname „Turn- und Sportverein Schmalförden“ bestimmt.

In der Jahreshauptversammlung am 4. Januar 1950 wählte man wieder den noch heute gültigen Namen „Turnverein Schmalförden“ (TVS).

Der Verein in den dreißiger Jahren

Alljährlich bekamen viele Gäste an den Werbeabenden im Winter und bei den Turnfesten nach der Erntezeit Einblick in die Vereinsarbeit. Auch in der Presse wurde für die Veranstaltung geworben und anschließen darüber berichtet. Ab 1932 hatte der Verein, früher als manch anderer, einen Pressewart.

Hier einige Erfolgsmeldungen

1934 Turnerinnen und Jugendturner erringen in Sulingen die Meisterschaft des Unterkreises.
1935 Sieg der Turnerinnen gegen Diepholz / Sieg der Jugendmannschaft gegen Scholen
1936 Sieg im Geräte-Mannschaftswettbewerb beim Unterkreisturnfest in Diepholz
1939 Turner und Turnerinnen werden Landkreismeister im Faustball

In den dreißiger Jahren galt der TVS als Faustballhochburg.

Teilnahme am Deutschen Turnfest

Bereits 1928 nahmen vier Turner und drei Turnerinnen des TVS am deutschen Turnfest in Köln teil. 1933 fuhren einige Vereinsmitglieder zum Deutschen Turnfest nach Stuttgart und 1983 nahm eine Gruppe am Turnfest in Breslau teil. Das waren zu jener Zeit weite Reisen und besonders für die ländliche Bevölkerung etwas Außergewöhnliches.

Die Vereinsfahne

am 19. Juni 1927 wurde die erste Vereinsfahne von Pastor Voigts geweiht. Ein Festumzug durch Sudbruch und Öftinghausen hatte die Feierlichkeit eingeleitet. Vereine aus Sulingen, Mellinghausen, Neuenkirchen, Cantrup und Scholen waren eingeladen und wetteiferten miteinander beim „Staffellauf rund um Schmalförden“. Diese alte Vereinsfahne war am Kriegsende 1945 abhanden gekommen.

1960 wurde eine neue Vereinsfahne, finanziert durch Spenden der Mitglieder, angeschafft und geweiht. Die Fahne kommt heute noch bei Turnfesten zum Einsatz und wird bei der Beerdigung eines Mitgliedes mitgeführt.

Übungsstätten des Vereins

In den Jahren von 1912 bis 1963 wurde im Saal der Gaststätte Kastens geturnt, so wie auch Prellball und Tischtennis gespielt.

Seit 1963 steht dem Verein die Schulturnhalle des Landkreises Diepholz als Übungsstätte zur Verfügung, die 1983 durch einen Anbau erweitert wurde. Sie kann in zwei Hallenteile abgetrennt werden und bietet somit zwei verschiedenen Gruppen gleichzeitig die Möglichkeit zum Training. Durch die Schaffung der Zuschauertribüne kann z.B. bei Turnfesten und Hallenturnieren das Geschehen mit guter Übersicht beobachtet werden.

Die früheren Übungsstätten für die Leichtathletik erscheinen aus Sicht der heutigen Zeit sehr seltsam.

Die Familie Riesenberg stellte ihre neben dem Saal gelegene Weide für Faustball, Weitsprung und Weitwurf sowie für Turnfeste zur Verfügung. Das Laufen übte man auf der Straße nach Sudbruch an Riesenbergs Holz entlang. Dauerlauf wurde auf der Straße zur Domäne trainiert. Eine bessere Sprunggrube gab es dann auf dem Schulhof der alten Schmalfördener Schule gegenüber Brinkmanns.

Ab 1934 stand dann vor dem ehemaligen Reichsarbeitsdienstlager (auf dem Gelände des jetzigen Sportplatzes) ein Platz zur Verfügung, der nach und nach weiter ausgebaut werden konnte.

Turnfest am 1. Mai

Viele Jahre lang bildete das Turnfest am 1. Mai einen Höhepunkt im Vereinsleben.
Vom jüngsten Turnküken der Mutter- und Kindabteilung bis zu der Gruppe der Altersturner wirkte jeder beim Programm mit.

Der Einmarsch aller Teilnehmer und das von allen gebildete „bunte Bild“ sowie das Singen des Liedes „Der Mai ist gekommen“ bildeten stets den ersten Programmpunkt.

Alljährlich wurden der jüngste und der älteste Teilnehmer mit dem Maikäferorden ausgezeichnet.

Alle bunten Röcke und Kostüme wurden von der langjährigen Frauenturnwartin Adele Damke eigens für das Fest genäht.

Mit der Erweiterung der Turnhalle 1983 und dem Bau von Zuschauertribünen entstanden neue Möglichkeiten für die Turnschau am 1. Mai. Zunächst fand die Veranstaltung weiterhin jährlich statt. Seit ein paar Jahren zeigen die Sparten des Vereins im zweijährigen Rhythmus (z. Zt. im März) in einem bunten Programm ihr Können.

Turnfeste auf dem Sportplatz

Alljährlich wurden im Sommer Turnfeste auf dem Sportplatz ausgetragen und wurden zeitweise sogar auf zwei Tage ausgedehnt.

Leichtathletische und turnerische Mehrkämpfe wurden angeboten und befreundete Nachbarvereine dazu eingeladen. Volkstanz und Vorführungen anderer Abteilungen bildeten ein buntes Programm, regen Zuspruch fanden auch die Geschwister- und Familienstaffeln. Später wurde alljährlich der beliebte Dörferwettstreit durchgeführt.

Wandertage im TV Schmalförden

Die Wandertage am Himmelfahrtstag hatten eine lange Tradition.

Bis in die 80er Jahre wurde an diesem Tag eine Wanderung in die nähere Umgebung unternommen, auch Familien beteiligten sich daran.

Später wurde die Wanderung in die Herbsttage verlegt.

Verschiedene Ortschaften waren im Wechsel für die Organisation zuständig. Erst Anfang dieses Jahrhunderts wurde diese Tradition aufgegeben.

TSV – Waldlauf in Wegehöpen

Jahrzehntelang fanden traditionell in Wegehöpen die TVS-Waldlaufmeisterschaften statt. Häufig auch mit Teilnehmern aus den Nachbarvereinen. Den Schwerpunkt bildete der Breitensport. Vom Vorschulkind bis zum Senior konnten unterschiedliche Laufstrecken absolviert werden.

Als Lohn erhielten die Läufer Urkunden und schmucke Medaillen. Auf für die Verpflegung mit Bratwurst und Getränken wurde immer gesorgt.

Reiten im Turnverein

In den 90er Jahren gab es im TVS sogar eine Reitabteilung. Aktiv war man in Anstedt im Reitstall von Ingeburg Schäferbarthold, die auch gleichzeitig Reitlehrerin bzw. Übungsleiterin im TVS war.

Viele Kinder, Jugendliche und auch einige Erwachsene konnten hier Kenntnisse um das Reiten erwerben und erste Reiterabzeichen erringen.

TVS- Altersturner

Mit viel Freude trafen sich bis in die 80er Jahre die Altersturner wöchentlich zu ihrem Übungsabend in der Turnhalle. Es wurde nach alter Tradition am Barren, Reck, Pferd und Boden geturnt und auch Gymnastik betrieben. Bei den Turnfesten am 1. Mai auf der Bühne in Kastens Saal bildete die Vorführung der Altersturner in jedem Jahr den Höhepunkt der Turnschau. Zum Abschluss bildeten alle Turner, zusammen mit Christa Meyer, als einzigem weiblichen Mitglied, traditionell eine Turnerpyramide.

Die Gruppe unternahm einige gemeinsame Fahrten zu Turnfesten und Altersturnfesten.

Korbball im TVS

Schon in den 50er Jahren wurde im TV Schmalförden Korbball gespielt und später auch an Punktspielen teilgenommen. Ab den 70er Jahren leitete Gudrun Hain viele Jahre erfolgreich die Korbballsparte.

TVS-Tischtennis

Schon in den fünfziger Jahren wurde im TVS Tischtennis gespielt, zuerst in Kastens Saal, später in der Turnhalle.

Ab Mitte der achtziger Jahre bis um die Jahrhundertwende hatte der TVS unter dem damaligen Tischtenniswart Wilfried Twedorf eine Blütezeit mit mehreren erfolgreichen Mannschaften in den Diepholzer Kreisligen.

Prellball im TVS

Das Turnspiel Prellball hat im TVS schon eine lange Tradition. Schon ab 1960 wurde im großen Saal bei Kastens nach dem Turnen Prellball gespielt. Dabei gingen häufig Gläser auf der Theke oder Kronleuchter an der Decke oder Wänden zu Bruch.

Alle waren froh, ab 1963 in der neuen Turnhalle bessere Spielbedingungen zu haben. Ab 1964 nahm der TVS an Punktspielen und Meisterschaften im Kreis und auf Landesebene teil.

Von 1970 bis in die 90er Jahre spielte der TVS mit bis zu 5 Männer- und Frauenmannschaften im Landesverband Bremen, da dort die Spielbedingungen besser waren. Legendär und beliebt waren die jährlichen großen Prellballturniere in der Turnhalle Schmalförden und Schwaförden mit vielen Mannschaften aus Niedersachsen, Bremen und sogar aus Berlin.

An den deutschen Turnfesten nahmen die Schmalfördener Prellballer regelmäßig mehr oder weniger erfolgreich teil.

Badminton im TVS

Die Badmintonsparte wurde 1984 gegründet. Gespielt wird über ein 1,55m hohes Netz mit einem speziellen Federballschläger und einem ca. 5g schweren Ball. In den 80er Jahren war Werner Grönheim für die Jugendlichen und Reinhold Ohlendorf für die Erwachsenen zuständig.

Es entwickelte sich zu einer Abteilung in der jung und alt und auch ganze Familien aktiv waren und das Freizeitvergnügen im Vordergrund stand, der Wunsch auf Teilnahme an Punktspielen kam daher nicht auf

Mit viel Freude wird dieser Freizeitsport bis heute betrieben, wenn auch der Personenkreis sich inzwischen stark verkleinert hat. In Planung ist der Wieder-Aufbau einer Jugendgruppe.

Volleyball im TVS

1983 wurde die Volleyballsparte ins Leben gerufen und erfuhr großen Zuspruch unter der Leitung von Reinhold Ohlendorf und Klaus Ammann. Es gab mehrere Jugend-, Herren- und Damenmannschaften, die teilweise sehr erfolgreich an Punktspielen auf Kreis- und Bezirksebene teilnahmen. Gerne nahm man an Pokalturnieren teil, auch die selbst ausgerichteten Turniere in unserer Halle wurden immer gut angenommen, sie hatte in unserer Region damals fast Kult-Status.

Auch im Freizeitbereich wurden viele Angebote gemacht, z.B. nahm man an Strandturnieren auf Langeoog teil und verbrachten Volleyballfreizeiten in Frankreich an der Atlantikküste. Freundschaftliche Verbindungen zu den Volleyballern aus Sayda (Erzgebirge) führten zu gegenseitigen Besuchen mit sportlichem Messen und fröhlichen Feiern. Im Winter besuchten die Schmalfördener ihre Sportfreunde mehrmals zum Skilanglauf. Die Gegenbesuche des SSV Sayda zu unseren Turnieren mitsamt Freizeitprogramm sind sicher allen in allerbester Erinnerung geblieben. Heute wird Volleyball nur noch im Freizeitbereich betrieben.

MuKi’s im Turnverein

Schon um 1970 entwickelte sich unter der Leitung von Gudrun Hain unsere Mutter- und Kindgruppe, die ist seitdem im TVS nicht mehr wegzudenken. Bei den MuKi’s wird die körperliche Entwicklung der Kinder gefördert und der Grundstein für eine sportliche Zukunft gelegt.

Seit vielen Jahren treffen sich jeden Montag die Kinder der MuKi-Gruppe zum Turnen, Singen und Spielen. Gemeinsam gehen die Kleinen auf Entdeckertour und erkunden die vielen Geräte in der Turnhalle.

Da geht es mal steil bergauf und mit Schwung wieder hinunter, da wird gerannt, gelacht und getobt. Dabei dürfen die ritualisierten Spiele am Anfang und am Ende natürlich nicht fehlen. Keine Stunde geht zu Ende ohne nicht einmal auf dem großen Mattenwagen gefahren zu sein und laut dabei zu singen.